Wir gratulieren zu seinem Prüfungsflug über 31,2 km vom Jenzig und sind mächtig stolz auf die große Leistung unseres Schülers. Seine zurückhaltende Art ließ am Anfang diesen großen Erfolg nicht erwarten. Erst im Training bei Stephan, nach dem A-Schein, blühte er auf und konnte seine fliegerischen Leistungen im vergangenen Winter kontinuierlich verbessern. Dies war der Grundstein um erfolgreich von Stephan durch das Frühjahr begleitet zu werden. Mit seinem grandiosen Flug zeigte er seinen aktuellen Stand und übertraf unsere Erwartungen bei weitem. Wir wünschen ihm auf seinem weiteren Weg viel Erfolg und vor allem viel Freude am Fliegen. Herzlichste Glückwünsche und voller Stolz – Hakan und Stephan.
Christoph Seitz erzählt von seinem Flug:
Das Wetter war zunächst nicht ganz eindeutig, aber wir entschieden uns doch zum Aufstieg auf den Jenzig. Wir mussten lange bei wolkenlosem Himmel auf ein Startfenster warten. Dann war es ohne große Ankündigung da. Dieses nutzte ich gemeinsam mit Stephan und Istvan zum Starten. Der Beginn des Fluges war nicht ganz einfach. Auf Grund der anfänglich geringen Höhe gab es keinen Platz für Fehler. Mein Glauben an den Bart ließ mich aber mit Zuversicht weiter suchen. Der ersehnte Aufwind war dann doch recht schnell gefunden. Zäh aber stetig konnte ich die Höhe stabilisieren und weiter ausbauen. Leider konnte ich mich an Stephan nicht mehr orientieren, da er zu dieser Zeit hoch über uns schwebte und es sich mir nicht erschloss, wie er so schnell so hoch gekommen war. In diesem Moment schloss Istvan, der später gestartet war zu mir auf. Wir nutzten den Bart, der uns schon stark Richtung Kunitz versetzte, zum aufdrehen (1700 m). Von diesem Moment wusste ich dass es „auf Strecke“ geht. In der Nähe von Eckolstädt sah ich dann einen Windpark und davor Mähdrescher bei der Arbeit. Dort ging es dann wie von Stephan immer beschrieben immer zügiger auf die beste Höhe des Tages von 1800 m. Im weiteren Verlauf des Fluges konnte ich am Horizont bereits den Flugplatz von Laucha sehen. Überglücklich landete ich am Rande eines Feldes in der Nähe von Hirschroda kurz vor Laucha.
Danke Stephan, danke Hakan!